Geschichte der GISS

1987

 

Nachdem die Idee zur Gründung einer deutschen Schule in Sydney schon in 1986 entstand, findet im April 1987 das erste Treffen der Arbeitsgruppe “Deutsch-Australische Begegnungsschule” statt.

 

Im August findet die Gründungsversammlung des “Schulverein Deutsche Schule Johannes Gutenberg” statt. In der Folge werden die formellen Grundlagen gelegt. Die Standortsuche erweist sich als schwierig, so dass der Start des Unterrichts im Februar 1988 nicht mehr möglich ist.

 

 

1988

 

Die Suche nach einem Standort für die Schule nimmt viel Zeit in Anspruch. Baupläne für Chester Hill werden entwickelt und andere Standorte in Bellevue Hill und Maroubra werden verfolgt. Auch wird schon hier einmal über eine Kooperation mit der Französischen Schule nachgedacht.

 

Im Mai wird der Schulverein aufgelöst und das Unternehmen “German School Johannes Gutenberg Limited by Guarantee” als Nachfolger gegründet.

 

Mit der Schließung der Prospect Public School zum Ende des Jahres ergibt sich die Möglichkeit, diese Gebäude für die Schule anzumieten. Mit dem Start in Sichtweite wird Hannelore Klatt als erste Lehrkraft eingestellt.

 

1989

 

Nachdem im Januar Lehrkräfte und Eltern die Räume der Schule renoviert haben, eröffnet am 6. Februar der deutsche Generalkonsul Dr. Berninger die Schule.

 

Am Tag danach beginnt der Unterricht mit drei Lehrkräften und 28 Schülern in sechs Klassenstufen (Kindergarten bis Klasse 5) – noch ohne Schulbücher, denn die treffen erst Ende Februar ein.

 

Das Jahr hat viele Premieren, unter anderen Newsletter und Schulfest.

 

Die Suche nach einem dauerhaften Standort geht jedoch weiter.

 

 

1990

 

Das Schuljahr beginnt mit 54 Schülern, fast doppelt so viele wie ein Jahr zuvor.

 

Im Mai wird erstmals über den Schulstandort Ryde diskutiert.

 

Ein Förderverein wird gegründet mit dem Ziel, Mittel für die Schule insbesondere aus der Industrie zu beschaffen.

 

 

1991

 

Mit Jürgen Koch nimmt der erste aus Deutschland entsandte Schulleiter seinen Dienst auf.

 

In der zweiten Jahreshälfte werden die Pläne zum Umzug nach Ryde immer konkreter. Zur Finanzierung

der Schulpavillons wird eine Leasinggesellschaft gegründet. Über den Förderverein wird die ortsansässige Industrie zu Spenden für die Ausstattung und einen neuen Schulbus aufgerufen.

 

 

1992

 

Während der Sommerferien wird am neuen Standort in Ryde kräftig renoviert und die Schulpavillons werden aufgestellt. Ende Januar beginnt der Unterricht in Ryde mit 79 Schülern.

 

Im September nehmen unsere Schüler erstmals am Ryde School Spectacular im Sydney Opera House teil – Teil der Feierlichkeiten zum 200sten Geburtstag von Ryde.

 

Schon Ende des Jahres muss angebaut werden, um die steigende Schülerzahlen bewältigen zu können.

 

 

1993

 

Im neuen Schulpavillon wird die Preschool eröffnet.

 

Trotz steigender Schülerzahlen ist die finanzielle Lage der Schule angespannt – wiederum wird die Industrie zu Spenden aufgerufen, um die Schule zu erhalten.

 

Die Schule hat mittlerweile eine Schulband und eine Theatergruppe.

 

 

1994

 

Zum ersten Mal gibt es eine 10. Klasse und die Schule unterrichtet jetzt mehr als 100 Schüler.

 

Im zweiten Halbjahr wird das Gebäude in der  Junction Street angemietet und für die Preschool renoviert und eingerichtet. Die Preschool zieht zusammen mit der 10. Klasse in die neuen Räume.

 

 

1995

 

Nach Jahren des Auf- und Ausbaus tritt ein bisschen Routine in den Schulalltag ein – sofern man bei Schule überhaupt von Routine sprechen kann.

 

 

1996

 

Zum ersten Mal können die Schüler der Klassen 9 und 10 an den Abschlussprüfungen teilnehmen. Der Prüfungsbeauftragte aus Deutschland, Dr. Stoldt, leitet die mündlichen Prüfungen.

 

Mit dem Erreichen dieses Meilensteins beendet Jürgen Koch seine Tätigkeit als Schulleiter und kehrt am Jahresende nach Deutschland zurück.

 

 

1997

 

Karl-Hartmut Holzwarth tritt seinen Dienst als Schulleiter an.

 

Im Laufe des Jahres nehmen Überlegungen für einen Eurocampus gemeinsam mit der Französischen Schule mehr Gestalt an: Neben dem Eurocampus-Komitee finden gegenseitige Treffen beider Schulen auf allen Ebenen statt: Schüler, Lehrkräfte und Vorstände. Auch wird der Eurocampus in Manila besucht, um aus den Erfahrungen dort zu lernen.

 

 

1998

 

Die Begegnungen mit der Französischen Schule werden intensiviert und die Planungen für den Eurocampus schreiten voran.

 

Im Schulalltag haben sich Clean-up Day, Ryde School Spectacular, Bundesjugendspiele, Projektwoche, Schulfest und die Abschlussprüfungen mittlerweile fest etabliert.

 

 

1999

 

Zum ersten Mal ist ein Jahrgang so groß, dass die Klasse geteilt werden muss: Die 31 Schüler werden in Klasse 1a und 1b aufgeteilt.

 

Der 10. Geburtstag der Schule wird mit einem Ball im Hotel Intercontinental gefeiert.

 

Die gute Stimmung zu diesem Jubiläum und die Hoffnungen für die Zukunft der Schule findet Ende des Jahres eine jähes Ende: Das Projekt Eurocampus scheitert aus finanziellen Gründen und die Enttäuschung in der Schulgemeinde ist groß.

 

 

2000

 

Nach dem Start von Klaus Steinmetz als Schulleiter wird die Enttäuschung bald überwunden und der Blick in die Zukunft gerichtet. Richtungsweisende Entscheidungen werden getroffen: die Umstellung des Schuljahres auf das deutsche Schuljahr, die Einführung des International Baccalaureate ab 2002 und ein Projekt zur Standortfrage der Schule.

 

Im Oktober hatten die Schüler die Gelegenheit, die Paralympics hautnah mit zu erleben und Teilnehmer der deutschen Mannschaft zu treffen.

 

 

2001

 

Zur Umstellung des Schuljahres beginnt im Januar das erste von zwei Kurzschuljahren – beide neun Monate lang. Dies stellt für Schüler wie für Lehrkräfte eine Herausforderung dar.

 

Die Schule ist mittlerweile auf mehr als 200 Schüler gewachsen.

 

Bei der Suche nach einem Standort für die Schule wird man fündig: In Epping steht eine Schule mit 20 Klassen- und Fachräumen zum Verkauf. Es werden alle Möglichkeiten einer Finanzierung ausgelotet, doch am Ende erhält ein anderer Bieter den Zuschlag – wieder eine grosse Enttäuschung.

 

Um die steigenden Schülerzahlen bewältigen zu können und auch in Vorbereitung auf das IB wird im Dezember das Grundstück gegenüber der Schule (72 Belmore Street) gekauft.

 

 

2002

 

Das neue Gebäude wird von Eltern liebevoll renoviert und auf die Einrichtung als Bibliothek und Computerraum vorbereitet. Als Dank für den unermüdlichen Einsatz von Irmtraud Buys wird das Gebäude “Irmi’s Cottage” getauft.

 

Nach langer erfolgloser Suche wird die Schule endlich fündig und ist bei der Versteigerung erfolgreich: Das Grundstück in Terrey Hills wird gekauft!

 

Und es gibt noch mehr gute Nachrichten: Die IBO gibt der Schule grünes Licht und erteilt die Akkreditierung für das International Baccalaureate. Nun kann die erste Klasse im Juli in das IB starten.

 

Die Schule wird in German International School Sydney umbenannt.

 

 

2003

 

Die Einführung des IB führt zu einem Anstieg der Schülerzahlen, so dass zur Jahresmitte zwei neue Klassenräume neben Irmi’s Cottage aufgestellt werden.

 

Im August wird nach einem international ausgeschriebenen Architektenwettbewerb der Sieges-

entwurf durch eine Jury ausgewählt und der Schulgemeinde präsentiert.

 

 

2004

 

Im Mai konnte die Schule die ersten Schüler aus dem IB mit ihrem Diplom in das “Leben nach der Schule” entlassen. Dieser erste Jahrgang legt noch das rein englischsprachige IB ab.

 

Die neue Schule in Terrey Hills wird geplant und die Baugenehmigung wird beantragt.

 

Mit 239 Schülern erreicht die Schule einen Höhe-punkt, der erst 2009 wieder erreicht und überflügelt wird.

 

 

2005

 

Der erste IB-Jahrgang im bilingualen Programm schließt die Schule ab.

 

Nach einigen Rückschlägen setzt sich die Schule mit der Baugenehmigung vor Gericht durch – endlich kann es weitergehen.

 

 

2006

Im Juni tut sich endlich etwas in Terrey Hills: Die Bagger rollen an und nach dem Abriss des Wohnhauses werden die Baugruben für die neuen Gebäude ausgehoben. Im Dezember beginnt dann die Konstruktion der Gebäude.

Nachdem die Auflagen für eine Registrierung von Schulen in NSW erheblich verschärft wurden, konnte die Schule im Dezember die Registrierung durch das NSW Board of Studies erreichen. Dies ist gleichzeitig auch der Nachweis, dass die GISS die Anforderungen des NSW Curriculums erfüllt.

 

 

2007

Im Juni wird der Grundstein für die neue Schule im Beisein des deutschen Botschafters Martin Lutz und des NSW Leader of the House John Aquilina gelegt.

Die Schule verabschiedet sich von Herrn Steinmetz und begrüßt die neue Schulleiterin Hannelore Trageser.

Nach dem Höhepunkt in 2004 bricht die Schülerzahl auf 186 ein. Der immer wieder verschobene Umzug nach Terrey Hills ist einer der Gründe für diese Entwicklung.

Gegen Ende des Jahres wird klar, dass ein Start im Januar 2008 in Terrey Hills nicht mehr möglich sein wird. Trotzdem wird an dem Start des Englischen Zweiges im Januar festgehalten.

 

 

2008

Im Januar beginnt die erste Klasse im Englischen Zweig: Mit der 7E erweitert die Schule ihr Angebot für Schüler mit keinen oder limitierten Deutschkenntnissen.

Nach 6 Jahren Planung und Bau kann die Schule im August endlich die neuen Gebäude in Terrey Hills beziehen. Zur großen Eröffnungsfeier im September kommen mehr als 2000 Gäste.

 

 

2009

Die GISS feiert ihren 20. Geburtstag!

Nach dem Umzug und der Einführung des Englischen Zweiges unterrichtet die Schule erstmals mehr als 250 Schüler.

Zum Ende des Jahres wurden ca. 8000m² des Nachbargrundstückes dazugekauft.

 

2010

Durch die steigende Schülerzahl und der parallelen Klassen des Englischen Zweiges war ein zusätzlicher Raum- und Landbedarf vorherzusehen. Mit Hilfe von Mitteln der australischen Regierung wurden die neue Bibliothek „Johannes Gutenberg" und vier weitere Klassenräume (Elisabeth Selbert Gebäude) gebaut. Gleichzeitig konnte die Grundstücksgröße durch Zukauf von unserem Nachbarn verdoppelt werden.

 

2011

Erstes Austauschprogramm mit Deutschland, die erste Gruppe englischsprachiger Schüler geht für drei Wochen zum Austausch nach Deutschland und besucht eine Schule in Ober-Ramstadt.

 

2012

Erste Hilfsaktion im Waratah Park (Skippys Heimat)Als Nachfolger von Frau Hannelore Trageser, die zurück nach Berlin ging, begrüßt die Schule Herrn Erhard Seifert.Im August organisiert eine Gruppe von Eltern den ersten traditionellen Weihnachtsmarkt im austra-lischen Winter.Das Cultural Centre beginnt seine Aktivitäten mit dem Ziel, sich durch regelmäßige außerschulischeVeranstaltungen als Ort der Begegnung von Kulturen zu etablieren und die Schule in seiner Lokalität bekannter zu machen.

 

2013

10ter IB Jahrgang schliesst ab mit dem besten Ergebnis aller bisheriger Jahrgänge.

 

2014

Durch die Implementierung eines einheitlichen Curriculums, das sowohl den Anforderungen des Landes Thüringen, als auch denen des Bundesstaates NSW genügt, wird die Grundlage für eine Verstärkung des Begegnungscharakters gelegt. Im nächsten Schritt soll die gesamte Schule auf eineinheitliches Schuljahr von Januar bis Dezemberumgestellt werden.

Version: V 6.5.0.0 CMS 6.1.379.0  15/07/2016